Kurzgeschichten stimulieren die Sinne

Vor allem im Kindesalter sind viele Menschen für Kurzgeschichten zu Begeistern. Je älter man jedoch wird, desto mehr legt man literarisch wert auf lange, raffiniert ausgeschmückte Geschichten, weshalb der Griff zum Märchenbuch seltener und der Griff zum Roman häufiger wird. Die Affinität für Kurzgeschichten stirbt jedoch nie ganz aus, sie manifestiert sich lediglich in anderen Bereichen des Lebens. So zum Beispiel im Sexleben, das mit Tagträumen, Sexträumen und Rollenspielen aufgepeppt werden kann. Besonders anregend sind erotische Kurzgeschichten, die einen Ausflug in fremde Realitäten erlauben, in denen Tabus gebrochen und Fantasien befriedigt werden dürfen.

Kurzgeschichten als Ausflug aus der sexuellen Realität

Im Alltagstrott haben viele Menschen oft keine andere Möglichkeit, als sich gelegentlichen Träumereien hinzugeben. Vor allem in langen Partnerschaften ist das anfängliche Knistern längst verschwunden und die Routine hat die Beziehung und alle Bereiche des gemeinsamen Lebens fest im Griff. Der gelegentliche Besuch auf Porno-Seiten oder das monatliche Erscheinen des liebsten Männermagazins können hierbei Abhilfe schaffen. Für Frauen sind es oft erotische Romane, die ihrer Fantasie einen Ausflug ermöglichen, wodurch die stagnierende Beziehung weniger eintönig erscheint, da Anreize in anderen Welten geholt werden können.

Vor allem Kurzgeschichten erlauben schnelle, aufregende Erlebnisse abseits der Realität. Das Besondere an erotischen Kurzgeschichten ist unter anderem die Tatsache, dass man mit jeder neuen Geschichte eine neue Inspiration erhält und die eigene Sexualität erforschen kann. Vermutlich verbergen sich in den meisten Menschen versteckte Präferenzen und Vorlieben, die sie erst durch das Lesen oder Hören einer sexuellen Kurzgeschichte kennen lernen. Doch auch Abneigungen können dadurch festgestellt werden, was den Kurzgeschichten einen großen persönlichen Wert verleiht.

Verbotene Gelüste…

Das Wundervolle an Kurzgeschichten ist der Anstoß zur Erforschung der eigenen Fantasiefähigkeit. Was sich für sexuelle Geschichten im eigenen Kopf abspielen, ist eine persönliche Angelegenheit, die von niemandem verurteilt oder bewertet wird. Auch unkonventionelle Fantasien und Gelüste, wie die Begeisterung für attraktive ältere Damen (Milfs oder Gilfs genannt), dürfen im Rahmen einer Kurzgeschichte auf unbeschwerte Art und Weise ausgelebt und verfolgt werden: Lies auch die Milf-Geschichten. Sämtliche Fetische haben im regulären Sexlebens oftmals keine Daseinsberechtigung, weil sie oft auf wenig Verständnis stoßen. In vielerlei Hinsicht kann das Lesen einer Kurzgeschichte auch bedeuten, sich verstanden und in seinen Vorlieben respektiert zu fühlen. Die Repräsentation der eigenen Präferenzen in Literatur und Film kann das Selbstbewusstsein stärken und ein großes Maß an sexueller Selbstbestimmung ermöglichen.

Selbst zum Autor der eigenen Fantasien werden

Es kann befreiend sein, eigene Fantasien niederzuschreiben und mit anderen zu teilen. Meist schämen sich viele Menschen für ihre sexuellen Vorlieben, doch könnte der kreative Austausch mit anderen (z.B. über Foren oder Chatgruppen) neue Anreize für das eigene Sexleben bieten. Auch innerhalb der Partnerschaft dürfte ein solcher Austausch eine willkommene Abwechslung sein, die das gemeinsame Sexleben auf ein neues Level hebt und das Vertrauen in den Partner potenziell stärken kann. Doch auch wenn man sich nicht traut, diese intimen Fantasien mit dem Partner zu teilen, so kann es gut tun, sie zu Papier zu bringen und in einsamen Stunden wieder hervorzuholen.

In den eigenen Kurzgeschichten kann man sein, wer man möchte und seinen sexuellen Fantasien freien Lauf lassen. Während man Sexträume nicht wiederholen kann, so sind erotische Kurzgeschichten für die Ewigkeit festgehalten und demzufolge sind auch die erotischen Gefühle, die zum Schreiben der Geschichte motiviert hatten, leichter wieder herstellbar. In jedem Fall ist festzuhalten, dass sexuelle Kurzgeschichten ein Segen für das eigene Sexleben sein können, weil sie die eigene sexuelle Identität zum Vorschein bringen und Ausflüge in aufregende Fantasiewelten ermöglichen.